Splitter

von Gerald Berghöfer

Quintessenz

Die Preisträger

Siegerfoto
FM Knoll, Staatsmeister IM Stanec, IM Danner

Rg.   Name Elo LV Pkte BH BH
1 IM Stanec Nikolaus 2523 7 50½ 41
2 FM Knoll Hermann 2332 51½ 40
3 IM Danner Georg 2369 49½ 39½
4 WIM Moser Eva 2335 St 46½ 36½
5 IM Sommerbauer Norbert DI. 2407 6 51½ 40
6 FM Schweda Roland 2336 B 6 49½ 38
7 MK Karner Christoph 2301 St 6 47½ 38½
8 FM Titz Heimo Dr. 2309 K 6 47½ 37
9 IM Wittmann Walter Dr. 2332 St 6 47 37
10 FM Kummer Helmut 2347 W 6 46½ 36
11 FM Schneider-Zinner Harald 2344 6 45 36
12   Fauland Peter 2222 St 6 43½ 33½
13 IM Weiss Christian 2421 6 43½ 33½
14 IM Alvir Aco 2383 6 41½ 31½
15 FM Fahrner Kurt 2360 St 45 35
16 IM Baumegger Siegfried 2364 St 44½ 35
17 FM Roth Peter 2319 W 41½ 32½
18 MK Herbst Daniel 2172 B 39½ 31

Niki Stanec zum 8. Mal Staatsmeister

Über das Umfeld meinte IM Niki Stanec im Interview, dass es ihm in Oberpullendorf gut gefallen habe und der Spielsaal im Sporthotel Kurz im Gegensatz zu vielen anderen Austragungsorten genügend Platz geboten hätte.
Generell ist es Niki wichtig, dass sich seine Unterkunft in der Nähe des Turniersaales befindet und in Oberpullendorf gab es dabei keine Probleme.

Sportlich war der Druck hoch - von ihm wurde erwartet, dass er gewinne. Niki spielte auf den 1.Platz und nicht auf ELO-Punkte, deshalb gab er in der letzten Runde nach den Punkteabgaben seiner Verfolger auch schnell remis, da dies für den Staatsmeistertitel reichte.

Stanec bezeichnet sich selbst als Pragmatiker, der uninteressanteste Spruch ist für ihn "Ich bin gut gestanden" - wichtig sei alleine der Ausgang einer Partie.

Als Zuschauer hatte man das Gefühl, dass IM Niki Stanec den Staatsmeistertitel im Schongang holte. Nach seinem imponierenden Start wagte es niemand mehr - auch bei besserer Stellung - gegen ihn auf Sieg zu spielen. Dass schnelle Remisen in den letzten Runden für den 1.Platz reichten, zeigt seine klare Vormachtstellung in Österreich.

Georg Danner geteilter Vize-Staatsmeister

Über 30 Jahre nach seinem ersten Vize-Staatsmeistertitel erreichte IM Georg Danner wieder den geteilten Vize-Staatsmeistertitel! Dabei hatte er durch seinen Kampflos-Sieg in der ersten Runde den Nachteil der schlechteren Buchholzwertung.

Im Interview meinte Georg, er sei mit seinem Abschneiden sehr zufrieden, habe aber, wie alle anderen, Niki Stanec zu wenig gefordert. Dass der als Nr. 10 gesetzte Georg ungeschlagen geteilter Vizestaatsmeister wurde und tolle Stellungen mit vielen Chancen herausspielen konnte, ist ein großer Erfolg. Nebenbei hat Georg auch noch ELO-Punkte hinzugewonnen.

Auch die schwierige Qualifikation zur geschlossenen Staatsmeisterschaft im nächsten Jahr geschafft zu haben, ist wichtig.

Als seine beste Partie bei der Staatsmeisterschaft gibt er ohne zu zögern seine "Partie des Jahres" in der 2. Runde an, bei der sein Gegner Wendelin Sprenger eine 2. Dame bekam, sein König aber bis zum Matt über das Brett lief.

Neben seinem eigenen großartigen Abschneiden freuen ihn auch die Erfolge der von ihm öfter trainierten Eva Moser und Roland Schweda.

Georg spielt diese Saison wieder bei Mattersburg, diesmal in der Staatsliga B Ost. Als Zweitverein hat er sich für den burgenländischen Landesligaverein Wulkaprodersdorf entschieden.

Hermann Knoll erreicht den sensationellen 2.Platz

Wenn ein Spieler nach 9 schwierigen Runden an 2.Stelle liegt und Vizestaatsmeister wird, kann das kein Zufall sein! Fidemeister Hermann Knoll war nur als Nr.19 gesetzt, nutzte aber die Fehler seiner Gegenüber gut aus, verlor nur eine Partie gegen Georg Danner und gewann fünf Partien, unter anderem gegen Christian Weiss, Kurt Fahrner und Christoph Karner. Gegen Niki Stanec stand er sogar mit Schwarz besser, das gelang sonst niemandem.

Eva Moser erzielt das beste Frauen-Ergebnis bei Staatsmeisterschaften

Eva Moser zeigte vor den Größen des österreichischen Schachs keinerlei Respekt und erzielte ungeschlagen ihre 3. IM-Norm!

Bei den Damen bekommt sie ausserdem demnächst - als erste Österreicherin - den WGM, also den Großmeister-Titel extra für Frauen, verliehen!

Auch in Österreich spielt also nun eine Frau ganz vorne mit, eine neue Ära wurde von Eva eröffnet!

Christoph Karner erreicht IM-Norm

Auch Christoph Karner war mit seinem ideenreichen Spiel und vor allem durch seine studienhafte Wendung seiner Partie gegen Heinrich Eisterer eine schillernde Figur in diesem Turnier.

Noch nicht einmal FM, erreichte er sogar eine IM-Norm! Von seinen Analysen nach den Partien läßt sich prognostizieren, dass ähnlich gute Ergebnisse folgen werden.

Erfolgreiche Burgenländer

Die hervorragende Platzierung von FM Roland Schweda (gesetzt als Nr.16, erreicht: Rang 6) und die damit verbundene Qualifikation zur geschlossenen Staatsmeisterschaft im nächsten Jahr, ist vermutlich das beste Ergebnis, das je ein Burgenländer erreichte oder zumindest seit sehr langer Zeit das beste burgenländische Ergebnis! Hätte der für Lackenbach und Wulkaprodersdorf spielende Roland drei statt zwei Internationale Meister als Gegner gehabt, hätte er eine IM-Norm erreicht.
Roland spielte ein starkes Turnier, seine Einstellung auf die Gegner und sein taktisches Vorgehen, rechtzeitig auf die Bremse zu treten und sich nicht zu verausgaben (was ihm früher passierte, wie er meinte), um in den letzten Runden, wenn sich das Turnier entscheidet, voll da zu sein, war besser denn je!

Das schnelle Remis gegen Sommerbauer half dabei mit - das wollte ich ausdrücken - und nicht, dass Roland mit einem Remis gegen Norbert überglücklich sein muss, denn die beiden remisierten schon öfter. Wie mir Roland erzählte, konnte selbst IM Niki Stanec noch nie gegen ihn gewinnen, also auch ein Kampf in der letzten Runde wäre spannend gewesen, wenngleich auch Niki Stanec Favorit war.

Roland erkämpfte also, wie er meint, vor allem durch seine gelungene turniertaktische Vorgangsweise und seine Vorbereitung, aber auch durch seine psychologische Einstellung, ausgezeichnete 6 Punkte und wenn man sieht, dass er in einigen Partien "nicht in Hochform" war, etwa beim "c5" gegen Karner, ist es durchaus möglich, dass Roland in zukünftigen Turnieren NOCH besser abschneiden wird.

Der nur als Nr.65 ins Rennen gegangene MK Daniel Herbst (Lackenbach) stieß durch seinen Kampflos-Sieg gegen Khaled Mahdy in der letzten Runde aus dem umkämpften Mittelfeld sogar noch auf den 18.Platz vor! Bei einem Remis gegen Khaled wäre er guter 29. geworden, bei Verlust 40. - so knapp waren die Kontrahenten zusammen. Aus seiner schlechten Buchholz-Wertung geht zwar hervor, dass er mit der Spitze wenig zu tun hatte, dennoch hatte der ehemalige Jugendstaatsmeister einige hervorragende Ergebnisse - etwa gegen Leo Kwatschewsky - die auf eine große schachliche Zukunft hoffen lassen, sofern sich Daniel weiter für Schach entsprechend interessiert.

Der zweite Fidemeister Burgenlands, Andreas Bachofner, steckte seinen schlechten Start schnell weg und erreichte mit dem 26.Platz noch fast die Platzierung laut ELO-Rangliste.

Auch MK Richard Stranz belegte über seinen Weg mit viel Licht, aber vor allem wegen seiner Zeitnotproblem auch Schatten, mit Rang 39 in etwa seinen Startranglistenplatz.

Der als Nr.59 gestartete Pamhagener Martin Eder lieferte mit seinem opferreichen Spiel eine erneute Talentprobe ab, brachte damit auch erfahrene Spieler in Verlegenheit und erreichte den guten 41. Platz. Unter anderem besiegte er FM Stefan Brandner!

Mit Rang 57 war Christian Bachofner auch noch um 17 Plätze besser als laut ELO.

Zu den "unechten" Burgenländern zählen als Stammspieler für burgenländische Vereine ja auch IM Georg Danner (Rang 2), Aco Alvir (Rang 14), MK Andreas Kuthan (Rang 70) und auch IM Mahdy Khaled.

Das Resümee für das burgenländische Spitzenschach ist also sehr positiv und das beste Abschneiden der Burgenländer bei Staatsmeisterschaften - gerade unter dem BSV-Spitzenschachreferenten Gerald Berghöfer (ego) - freut mich natürlich besonders.


Wettkampftage

18. August - 9. und letzte Runde

Schnelle Remisen auf den Spitzenbrettern

Nachdem die Verfolger des führenden Stanec - Knoll und Danner - gegen ihre Kontrahenten rasch remisiert hatten, einigten sich auch Niki Stanec und Roland Schweda auf ein Remis. Auch auf den Brettern 4 und 5 gab es schnelle Remisen.

Seltsame Partie Eisterer-Moser

Wer die Partie Eisterer-Moser nachspielt, wird sich zuerst über beidseitig vergebene Chancen wundern, die wohl auf Auswirkungen der anstrengenden letzten Partien und auf wenig Zeit auf der Uhr schliessen lassen.

Dazu kommt noch, dass die Partie bei etwa gleicher Stellung abrupt statt mit Remis mit 0:1 endet:

Heinrich Eisterer hat seinen 40. und letzten Zug vor der Zeitkontrolle zwar am Brett noch ausgeführt, jedoch fiel ihm die Klappe, bevor er die Uhr drückte. Aufgrund von Zeitüberschreitung wurde die Partie also mit 0:1 für Eva Moser gewertet.

Diagramm
Der Fehler 31...Sf5? wird nicht genutzt

Diagramm
Der Fehler 36.Se5? wird auch nicht genutzt


17. August - 8. Runde

Stanec mit Kurzremis

In einer Kurzpartie trennten sich Norbert Sommerbauer und der führende Niki Stanec mit einem Remis.

Danner remisiert gegen Kummer

Georg Danner konnte zwar lange Zeit den Mehrbauern des von Helmut Kummer gespielten Wolga-Gambits halten, aber viel Freude sollte er aber nicht bereiten, denn dafür bekam Schwarz aktives Spiel. Georg gab den Bauern für etwas Kompensation zurück, allerdings reichte diese nicht aus und das Spiel verflachte rasch in ein gleiches Turmendspiel.

In der Diagrammstellung wählte Georg 41.Tb1. Wäre 41.a6 stärker gewesen? Oder ist vielleicht 41.Dg4 der beste Zug?

Diagramm
Weiss am Zug

Spannender Königsinder bei Schweda gegen Karner

"Nach Se4 dachte ich, ich stehe auf Gewinn", meinte Roland Schweda. Christoph Karner zeigte aber einen interessanten Weg, einerseits Angriff zu bekommen, andererseits in vielen Fällen das Sorgenkind, den schwarzfeldrigen Läufer, notfalls loswerden zu können.

In der Diagrammstellung steht Schwarz nach 27.gh4 bereits besser, allerdings wäre jetzt 27...Txh4 stärker gewesen als 27...Lxh4. Markus Wach zeigte in der Analyse, dass jetzt das von beiden Spielern als stabil erachtete 28.Ke2 g3! 29.f3 an 29...Lxe4 30.Sxe4 Txe4! 31.Dxe4 Dxe4 32.fxe4 Tf2+ samt Txa2 scheitert.

Niki Stanec meinte kurz, dass Weiss groß rochieren hätte sollen. Roland antwortete, dass er dachte, er hätte genug Zeit mit der kleinen Rochade und seinem Springermanöver den Abtausch des schwarzfeldrigen Läufers zu verhindern und erst danach mit dem König auf den Damenflügel zu wandern!

Nach dem schwächeren 27...Lxh4 kam diese weisse Strategie tatsächlich zu tragen - der schwarze Angriff wurde blockiert und Christoph hatte bald keine sinnvollen Züge mehr. Weiss konnte die Stellung vor dem Durchbruch mit c4-c5 beliebig verstärken und mit dem König auf den Damenflügel wandern - seine "Gewinnstrategie" ging also vorläufig doch noch auf.

Hier spielte Roland auch zuerst glänzend, allerdings blieb er mit dem König ausgerechnet auf dem Feld b2 stehen, statt auf a2 weiterzuwandern und spielte noch vor der Zeitkontrolle das spannende c5, das er sich ja in Ruhe für die Zeit nach der Zeitkontrolle aufheben hätte können - und kam ins Schleudern.

Ein schwer berechenbares Spiel mit verteilten Chancen brachte Christoph in Vorteil, allerdings konnte sich Roland mit Dauerschach ins Remis retten!

MK Christoph Karner, der ein hervorragendes Turnier spielt, hat damit in der letzten Partie noch die Chance auf eine IM-Norm.

Diagramm
Schwarz am Zug spielte 27...Lxh4?!

Kurz notiert

Eva Moser vergab in der ersten Zeitnotphase gegen Heimo Titz ihre leicht bessere Stellung und kam dann in große Verlustgefahr. Weiss fand aber dann nicht den stärksten Weg und das Spiel endete im Turmendspiel unentschieden.

Martin Eder spielte gegen Alvir Aco das Springermanöver Sb5 - mit großen Sieges-Chancen - nicht und verlor. Andreas Bachofner remisierte, Richard Stranz verlor gegen Peter Fauland, Daniel Herbst überspielte den erfahrenen Leo Kwatschewsky und Christian Bachofner erreichte gegen Herwig Pilaj ein Remis. Damit machen die 6 Burgenländer diesmal 2 1/2 Punkte.


16. August - 7. Runde

Knoll remisiert gegen Stanec

Ein gutes Turnier spielt Hermann Knoll, der vor der Partie gegen Niki Stanec nur einmal verlor, aber in allen anderen Partien den vollen Punkt einholen konnte.

Auch diesmal lief es gut und der von Stanec zugelassene isolierte Doppelbauer lieferte nicht die gewünschte Kompensation für Niki, da Hermann folgerichtig sofort versuchte, die Türme zu tauschen, um das Einbruchsfeld c7 zu neutralisieren. In der Schluss-Stellung (Diagramm) steht Hermann etwas besser.

Ein halber Punkt mit Schwarz gegen Österreichs Top-Spieler ist sicherlich ein großer Erfolg! Andererseits wäre das eine kleine Chance gewesen, sogar auf den Staatsmeistertitel zu spielen, auch wenn das gegen den um etwa 200 ELO-Punkte stärkeren Niki kein leichtes Unterfangen ist!

Hermann Knoll liegt nun punktegleich mit Georg Danner auf Rang 2, einen halben Punkt hinter Niki Stanec.


FM Hermann Knoll

Diagramm
Schluss-Stellung Stanec-Knoll

Zeitnotschlacht bei Danner - Moser

Georg Danner mit Zuschauerin Martina Georg Danner mit Zuschauerin Martina Berghöfer

Diagramm Beim Blitzen in Zeitnot nutzte Georg 32...h6? nicht aus.

Eva Moser zeigte ihrem ehemaligen Trainer Georg Danner, dass sie dem Schützlingsalter entwachsen ist.

Ein harter Fight mit verteilten Chancen ergab in der Zeitnotphase, wobei Georg etwas über eine Minute und Eva unter einer Minute für mehrere Züge auf der Uhr hatten, ein Blitzen mit Zug um Zug.

Dabei konzentrierten sich die Kontrahenden vor allem auf den Königsflügel und übersahen beide, dass in der Diagrammstellung nach 32...h6? das einfache 33.Txa6 sowohl auf g6 droht, als auch 2 Freibauern am Damenflügel erzeugt, wodurch die Partie mehr oder weniger für Weiss entschieden gewesen wäre.

Damit vergab Georg die Chance, Niki Stanec nach dessen Remis einzuholen und bleibt somit einen halben Punkt hinter ihm.

Norbert Sommerbauer auf Rang 4

Im Endspiel Turm und Bauer gegen Läufer und 2 Bauern (Diagramm), konnte Norbert Sommerbauer mit dem geschicktem Manöver 38.Tf3! Le4 39.Ta3 Lb7 40.Tb3 Ld5 41.Tb6 Lc4 42.Tc6 einen der beiden Bauern erobern und eine Stellung erreichen, wo durch Opfer des Turmes für Bauer und Läufer der b-Bauer gewinnt. Diagramm Weiss zieht und gewinnt

Remis im Turmendspiel bei Weiss-Wittmann

Diagramm Wenige Züge vor dem Remisschluss Ein wechselhaftes Spiel ergab bei Christian Weiss gegen Walter Wittmann ein etwas vorteilhaftes Turmendspiel für Christian. Der Vorteil konnte aber durch die von IM Wittmann gekonnt aufgebaute Bauern- und Königsstellung nicht verwertet werden.

Helmut Kummer in Verfolgergruppe

Helmut Kummer erreichte eine gute Stellung gegen Peter Roth, nach 19.Lf3! (Diagramm) folgte 19...Sxc3 20.Dd4+! Kg8 21.Lxc6 und nach dem gewählten 21...Ld7? gab Peter nach 22.Lxa8 Se2+ 23.Txe2 Txe2 wegen zu großem Bauernrückstand (24.Lf3 Te6 25.Dxa7) auf. Diagramm Stellung nach 19.Lf3!

Roland Schweda bereits auf Rang 7

Roland Schweda FM Roland Schweda Nach verpatzter Eröffnung kam Roland Schweda mit den schwarzen Steinen gegen Fred Wegerer doch noch gut in Schwung und konnte den vollen Punkt erreichen.

Damit ist auch Roland im Verfolgertrupp mit 5 Punkten und die Chance auf die IM-Norm lebt.

Siegreiche Burgenländer

Martin Eder wurde von Stefan Brandner zwar schon überspielt, kämpfte aber weiter, profitierte durch den Fehler 32.Lh6? und gewann zum dritten Mal in Folge!

Andreas Bachofner kommt langsam wieder in Form und hatte gegen Florian Loidl eine ungewöhnliche Stellung mit leichtem Vorteil am Brett, aus der ein Endspiel mit Minusqualität, aber exzellentem Freibauern und aktivem König wurde. Andreas konnte souverän verwerten.

Richard Stranz packte gegen FM Herwig Pilaj wieder seine Lb5-Variante im Sizilianer aus und blieb nach dem fehlerhaften 33...b4 wieder einmal damit erfolgreich!

Auch Daniel Herbst bediente sich der Lb5-Variante im Sizilianer und erreichte damit gegen den Sieger des Oberpullendorfer Blitzturniers, Florian Sandhöfner, schnell einen Mehrbauern und eine gute Stellung, die er verwertete!

Herrlich anzusehen ist die Partie Christian Bachofner gegen Josef Ferrari, die Remis endete.

Die 6 Burgenländer erzielten damit diese Runde den Rekord von 5 1/2 Punkten!

Kurz notiert

Siegfried Baumegger opferte im 33.Zug gegen Christoph Karner in umkämpfter Stellung inkorrekt, Christoph hat nun auch wieder ins Spitzenfeld aufgeschlossen.


Zum "Vorgeplänkel" und früheren Runden

Text and webdesign copyright by Gerald Berghöfer.
Bezüglich Weiterverwendung bitte per mail beim Autor anfragen.