Bericht über die Teilnehmer vom Bezirk Mattersburg von Trainer Gerald Berghöfer
Für den erkrankten Schulschachreferenten Werner Salamon sprang für den oranisatorischen Ablauf kurzfristig Ludwig Fingerhut ein, der das Turnier hervorragend leitete. Auf den Preisverleihungs-Fotos sind hinter den Kindern der Großhöfleiner Bürgermeister und BSV-Vizepräsident Mag. Horst Gmasz zu sehen.

Bei ihrem ersten Antritt eroberte die VS Mattersburg mit Maximilian Fischer, Patrick Perner, Lukas Gludovatz, Moritz Dopler, Benjamin Dürnbeck und Manfred Schabauer den großartigen 4. Platz unter 16 Schulen und ist bester Newcomer des Jahres, also die beste erst seit diesem Schuljahr trainierende Schule!
Das Rennen war knapp - nach einem großartigen Finish, das die gute Moral und mentale Stärke der jungen Truppe zeigt, fehlte nur ein halber Punkt auf die schon länger trainierenden Kids aus Frauenkirchen, doch der Vorsprung auf die geteilten 5. betrug auch nur einen Punkt. Der Jubel der Schüler bei der Siegerehrung war sehr erfrischend!

Mattersburger beim Denken
Maximilian Fischer (Brett 1), Patrick Perner, Lukas Gludovatz, Moritz Dopler, Benjamin Dürnbeck;
stehend: Manfred Schabauer
Maxi Fischer erzielte auf dem durchwegs stark besetzten ersten Brett gute 3/5 Punkte und stand sogar gegen den routinierten Staatsmeister aus Gols in der ersten Runde besser. Patrick Perner erzielte ebenfalls gute 3 aus 5 möglichen Punkte auf Brett 2, wobei er zusätzlich in seiner Partie gegen den Vertreter aus Gols eine klare Siegesstellung hatte, aber leider nach Zeit verlor. So wurde heuer gegen die Siegermannschaft, die schon viele Jahre vor allem von meinem Trainerfreund Franz Plank (vor allem im Endspiel) trainiert wird und österreichweit Mitfavorit ist, noch verloren, doch die sich rapide auf der Überholspur befindlichen Mattersburger könnten bereits im nächsten Jahr ein ernster Herausforderer sein.
Diese Hoffnung begründet sich auch auf Lukas Gludovatz und Moritz Dopler, die nach ihren Erfolgen bei der U8-Einzel-Landesmeisterschaft im Jänner sich hier als Erstklassler sogar gegen meist ältere Schüler gut behaupteten und je 3 Punkte erzielten. Ein großer Fortschritt war dabei vor allem in der Behandlung des Endspiels zu erkennen und auch die Konzentration war in den meisten Partien besser als zuvor, wenngleich diese in diesem Alter noch sehr schwankend ist.
Der im Oktober noch totaler Anfänger gewesene Benjamin Dürnbeck erzielte ebenfalls wichtige Punkte für seine Schule und der vor kurzem dazugekommene Manfred Schabauer wurde gut in die Mannschaft integriert.

Aufstrebend auch die weiteren Schulen aus dem Bezirk: Pöttsching (Trainer Werner Salamon) als geteilter 5., Sieggraben/Kalkgruben, sowie Forchtenstein als geteilte 9. landeten im vorderen und mittleren Mittelfeld. Leider weiss ich über die Pöttschinger, bei denen Schach als unverbindliche Übung in der Schule angeboten wird, nicht besonders viel - erwähnen möchte ich aber, dass Werner Salamon (aus Mattersburg) auf jene Methode setzt, bei der über das Spiel mit wenigen Figuren an das "normale" Schachspiel herangeführt wird.

Manuel Tritremmel aus Kalkgruben war erfolgreichster Spieler aus dem Bezirk Oberpullendorf, wobei leider nur die von mir trainierten Kinder teilnahmen. Stolz verkündete er mir nach einer Partie, er habe mit dem "Anastasia-Matt" gewonnen, das wir vor kurzem im Training geübt hatten. Dabei befinden sich die Kinder aus Kalkgruben erst seit Dezember im Training, was aber auch Regina Giefing und Nadja Binder nicht hinderte, Talentproben abzugeben. Der begabte Erstklassler Julian Tritremmel war zwar diesmal noch nicht dabei, wird aber für die Zukunft auch noch eine Rolle spielen. Dass ausgerechnet die kleinste Schule aus dem Bezirk Oberpullendorf die größte Rolle spielt - wer hätte das gedacht?
Bedanken möchte ich mich bei Frau Dir. Niklos und den Eltern der Kinder, die durch schnelle Improvisation eine Teilnahme dieser Schüler statt der ausgefallenen Kinder aus Sieggraben ermöglichten.
Die Sieggrabener Ralph Schuh und Christina Kern (bestes Mädchen des Bezirks) punkteten kräftig auf den vorderen Brettern und der junge Kevin Kern kündigte einem seiner Gegner das Matt bereits einige Züge vor dem Mattzug an!

Ein sehr gutes Ergebnis auch für Sieggraben/Kalkgruben - neu dabei)
Unter den seit diesem Schuljahr neu trainierenden Schulen waren Sieggraben/Kalkgruben und Forchtenstein die zweitbesten Mannschaften (12,5 Punkte), die echten Newcomer aus dem Bezirk Neusiedl (Frauenkirchen wurde als "Newcomer" ausgewiesen, sie waren aber nur beim Bewerb neu dabei) wurden abgehängt, und auch weitere, schon länger von Reinhold Achs betreute Schulen hatten einen schlechten Tag, doch waren durch ihn wenigstens viele Schulen am Start. Erfolgreich waren aber jene Kinder aus der Seegegend, die von Franz Plank schon jahrelang zusätzlich trainiert wurden (vor allem die Golser), den ich unbedingt erwähnen möchte, da er sonst trotz seiner entscheidenden Leistung so gut wie verschwiegen wird.

Erfolgreichster Einzelspieler aus dem Bezirk wurde der schon bei meinem Samstags-Bezirkstraining seine gute Form zeigende Forchtensteiner Jakob Sauer. Er machte 4/5 Punkte auf Brett 1 (zweitbestes Einzelergebnis auf Brett 1 insgesamt) und besiegte u.a. Staatsmeister Rainer Schneck. Aber auch die weiteren Forchtensteiner zeigten, dass sie begabt sind. Vielleicht kommt der eine oder andere neben Jakob Sauer noch zum Bezirkstraining hinzu, womit die Forchtensteiner im nächsten Jahr ein noch besseres Ergebnis liefern könnten.
Nachdem ich die Trainerprüfung ablegte (und dabei eines der besten Ergebnisse von Österreich erzielen durfte) und somit spielstärkster burgenländischer dipl. Trainer wurde, werde ich also schon jetzt mit großen Erfolgen meiner Schützlinge belohnt. Vor allem freut mich auch, dass Kinder, Eltern und Direktorinnen Vertrauen in meine Arbeit setzen, womit ein wichtiger Grundstein für die Zukunft gelegt wurde.
Mal sehen, wie es weitergeht, meine ich doch, dem derzeit schon hohem Niveau des burgenländischen Kinderschachs durch ausgetüftelte Methoden noch einiges draufsetzen zu können, so dass die Kids in Zukunft auch international bessere Figur machen. Auch meine Erfahrung bei internationalen Turnieren sollte dem zugute kommen.
Zum Bezirkstraining können noch weitere Kinder aus dem ganzen Bezirk dazukommen, die gerne Schach spielen und trainieren wollen. Wo? Badrestaurant Mattersburg, Samstags 9-13 Uhr (etwa 2 Stunden Training, 2 Stunden Spiel, mit Pausen).
Für Kinder aus dem Bezirk Oberpullendorf gibt es Freitags ab 14 Uhr im Restaurant Horvath in Kalkgruben eine Trainingsmöglichkeit.