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Int. Schach-Ritter Jugend-Team-Cup

Am 1.Mai veranstalteten die Schach-Ritter Mattersburg im Vereinstreff einen internationalen Jugend-Mannschaftswettbewerb, bei dem jeweils drei Spieler einen Verein oder eine Schule vertraten, oder sich frei zusammenfanden.

Der Veranstalter wollte den schwierigen Spagat schaffen, dass von den WM-Teilnehmern aus Ungarn, der Slowakei und Österreich bis hin zum regionalen Einsteiger jedes Kind herausfordernde Partien gegen ungefähr gleich starke Spieler hat. Das neue Konzept sah deswegen drei Gruppen vor, die nach Stärke unterteilt waren und in jeder Gruppe gab es auch etwas zu gewinnen. Für das Mannschaftsergebnis zählte diesmal die Anzahl der Team-Siege, nicht die Einzelpunkte.

Die Gruppe A hatte mit 2 Teams aus Ungarn, einem aus der Slowakei, einem aus Wien und zweien aus dem Burgenland enorm hochwertige Partien aufzubieten. Szombathely hatte mit Attila Czupor und Zsofia Gömböcs gleich zwei StaatsmeisterInnen im Team und SK Komplet Modranka war ebenfalls mit einer hochkarätigen Mannschaft angereist. Die Schach-Ritter wurden durch Lukas Gludovatz auf Brett 1 vertreten, aber mit Lukas Wograndl und Angelo Wunsch fielen 2 Top-Spieler aus, so dass nicht um den Sieg mitgespielt werden konnte. Doch mit dem schon erfahrenen Nadim El-Helw und Donnerskirchen-Sieger Benjamin Kortschak sprangen zwei große Talente ein und so erreichte der Heimverein sogar noch einen (geteilten) Stockerlplatz, gemeinsam mit dem Team aus Wien, das von Felix Blohberger angeführt wurde, und Szombathely 2. In der letzten Runde ging es im direkten Duell zwischen Szombathely 1 und SK Komplet Modranka um den Turniersieg, wobei sich diesmal die Außenseiter aus der Slowakei knapp durchsetzen konnten - und somit geht der große Wanderpokal erstmals ein Jahr in die Slowakei!

In Gruppe B waren die Gloggnitzer mit Daniel Fuchs und den Geschwistern Riegler diesmal sehr stark! Überraschend gut auch die Kleinhöfleiner, die ja auch das Burgenland beim Bundesfinale der Volksschulen vertreten. Mehr als akzeptabel auch unsere Teams, wobei das Comeback von Nikola Zeljkovic recht ansprechend verlief, Timon Kopp immer besser wird, Senkrechtstarter Harvey Ortner sogar auf Brett 1 schon gut mithielt, und Caroline Rigler und Melissa Kortschak zeigten, dass wir zwei der besten Mädchen Burgenlands dabei haben.

In der Gruppe C spielten die jungen Talente der Region, die damit möglichst sachte ans Turnierschach herangeführt wurden. So hatten die Kinder viel Freude am Turnier und etliche fragten schon, wann das nächste Turnier stattfinde - und das ist ein gutes Zeichen!

Gruppe C:
1. Schach-Ritter 5 mit Tobias, Bastian, Luca
2. Schach-Ritter 6 
3. gemeinsam Neudörfl, Bad Sauerbrunn, Schach-Ritter 7

Gruppe B:
1. Gloggnitz
2. Kleinhöflein
3. gemeinsam Schach-Ritter 2, 3 und Szombathely 3
6. Steinbrunn-Hirm

Gruppe A:
1. SK Komplet Modranka
2. Szombathely 1
3. gemeinsam Schach-Ritter, Wien, Szombathely 2
6. Oggau

Die Stimmung war blendend, ein Danke auch an die Eltern und die Helfer, die viel dazu beitragen!


Feedback für Turnierveranstalter: Durch diese variable und ideale Gruppeneinteilung (Mannschaften werden i.d.R. nach ELO-Schnitt gereiht und dadurch einer Gruppe zugeordnet), durch welche die Kinder fast jede Runde spannende Paarungen bekommen, hatten wir vor dem Beginn enorme Schwierigkeiten, weil sich die Stärke eines Teams erst bei Turnierbeginn zeigte, und Spätmeldungen konkreter Spieler eines Teams und ausgefallene Spieler ziemlich viel durcheinanderbrachten. Einzelne Teams mussten einerseits in die höhere Gruppe und manche mussten neu zusammengesetzt werden. Beim Swiss-Manager hätte bei 3 eingegebenen Mannschaftsturnieren ziemlich viel neu eingetragen und geändert werden müssen, wodurch sich der Beginn verzögert hätte.

Aber es ging dennoch auf einfache Weise! Gespielt wird mit Mannschaftspunkten wie bei einem Einzelturnier und Zweitwertung ist die direkte Begegnung. Damit braucht man auch nur 3 Einzelturniere vorbereiten und die Teams werden wie Einzelspieler eingegeben. Gewinnt das eine Team 2:1, 2,5:0,5 oder 3:0 gegen das andere Team, so wird 1:0 eingegeben. Ein Mannschaftspunkt statt zweien, und einen halben statt einem bei Unentschieden. Kommt also auf das gleiche heraus und in ein paar Minuten sind alle Teams eingegeben und die Auslosung für alle Runden ausgedruckt. Während des Turniers wurde der Computer fast gar nicht gebraucht, nur ein paar Teamergebnisse eintragen und die Endergebnisse der drei Gruppen ausgedruckt. Fertig. Das Turnier wurde rechtzeitig begonnen, und die Siegerehrung war ebenfalls im Zeitplan.

Damit in der Gruppe C jeder etwa gleich gute Spieler hatte, wurden als Fleißaufgabe die Teams neu zusammengestellt, denn einige Kinder mussten die ausgefallenen Kollegen aus einer höheren Gruppe ersetzen. Die Neuzusammenstellung ging ja, da alle Kinder dieser Guppe von uns waren. So spielten dann die geübteren Kinder auf Brett 1, usw. Dies wurde nach dem rechtzeitigen Beginn der Gruppen A und B erledigt, und erst dann Gruppe C gestartet, wobei die Kinder in dieser Gruppe ohnehin schneller spielen und diese Zeit wieder aufholen. Und genau diese Fleißaufgabe bewährte sich in etwa 95% der Fälle, fast jeder punktete dadurch, war gefordert statt überfordert und hatte große Freude am Turnier! Das war also viel besser, als wenn die Einsteiger z.B. bei einem ch-System in den ersten Runden gegen viel zu starke Spieler antreten müssen.

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