Die folgenden Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt,
ich bin aber kein Viren-Experte und übernehme keine Gewähr, ob alles stimmt.
Wie verbreitet ist der Vogelgrippe-Virus?
RKI: "Mittlerweile ist das H5N1 Virus von Taiwan bis Indonesien auch in Wildvögeln so stark verbreitet,
dass man das Virus aus der Vogelpopulation nicht mehr eliminieren kann."
Inzwischen drang er auch in unsere Gegend vor.
Wie gefährlich ist der Vogelgrippe-Virus H5N1 für den Menschen?
BMG: "Menschen können in aller Regel nur sehr schwer durch Vogel-Influenzaviren infiziert werden.
Diese direkte Übertragung von Vogel-Influenzaviren von Vögeln oder Geflügel
auf den Menschen ist erst seit 1997 eindeutig belegt.
Die Vögel scheiden das Virus mit dem Kot aus, so dass die Inhalation kontaminierter Staubpartikel
oder mangelnde Händehygiene vermutlich die hauptsächlichen Übertragungswege darstellen."
ORF Steiermark:
"Jeder, der einen verendeten Wasservogel findet, soll den direkten Kontakt mit dem Tier meiden (Anm.: auch mit dem Kot, Federn oder Blut)
und so rasch wie möglich das Veterinärreferat der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft oder die Polizei informieren",
so der steirische Agrarlandesrat Seitinger, was
ebenso für unsere Gegend gilt.
Bei Kot, Federn und Blut sollte aufgepasst werden, auch wenn Vögel noch nicht verendet sind, da man es dem Vogel nicht unbedingt ansieht,
ob er infisziert ist (selbst Tierspezialisten der "Arche Noah" in der Stmk.
haben es bei der Aufnahme eines Schwans nicht bemerkt).
Hier sollte man besonders bei Kindern, die in der freien Natur spielen, aufpassen,
dass sie nichts in den Mund stecken und vor dem Essen die Hände waschen und Nägel reinigen.
Über Singvögel wurde noch keine Übertragung beobachtet, sie soll aber nicht vollkommen ausgeschlossen sein.
Man sollte allerdings keinen Vogelkot anfassen.
Kann man sich beim Autowaschen an Vogelkot infizieren?
Prof. Kaleta: "Wenn das Virus im Kot lebt, kann man sich anstecken.
Es empfiehlt sich, beim Reinigen von Autos oder Fensterbänken Handschuhe zu tragen."
Was etwas mehr aufhören lässt: Katzen können sich mit dem Virus H5N1 infizieren,
nämlich direkt über die Lunge, so sie
infisziertes rohes Geflügelfleisch fressen (Virologischen Institut der Erasmus-Universität in Rotterdam).
Zwei weitere Katzen, die im selben Käfig wie ihre infizierten Artgenossen waren, steckten sich an (Symptome der Influenza).
Es gibt aber die Meinung, dass sich Katzen nur bei massiver Belastung durch Viren anstecken können -
da es auch in Asien extrem wenig vermerkte Fälle (Tiger) gibt, dürfte dies so sein.
Prof. Dr. Erhard Kaleta, Veterinärmediziner der Uni Gießen:
"Katzen können sich rein theoretisch anstecken, z. B. wenn das Tier einen (infiszierten) Vogel fängt und frißt.
Hunde bilden im Magen sehr viel Salzsäure, die das Virus bei einer Übertragung abtöten würde."
In einigen Gebieten Deutschlands wurden Haustierbesitzer aufgefordert,
den Freilauf von Hunden und Katzen einzuschränken.
AGES-Sprecher Wawschinek verwies darauf, das es durch notwendige Maßnahmen nicht einmal dort,
wo bereits Menschen an der Vogelgrippe gestorben sind - etwa in Südostasien und Türkei -
zu einer größeren Verbreitung der Krankheit gekommen sei.
Selbst wenn die Krankheit auf einen landwirtschaftlichen Betrieb übergreifen sollte, gebe es Abläufe,
um die Seuche einzudämmen, so Wawschinek.
Pandemie?
RKI:
"Im Prinzip könnte jedes Influenzavirus, genauer gesagt, jeder Subtyp, der noch nie oder lange nicht mehr in der Bevölkerung zirkuliert ist, zum Pandemie-Virus werden. Der derzeit wahrscheinlichste Kandidat ist das Vogelgrippevirus H5N1."
"Es könnte dabei bleiben, dass sich weiterhin nur einzelne Menschen infizieren und daran sterben.
Nach allem, was Experten über die Influenza wissen, ist aber auch ein anderes Szenario denkbar:
Die Viren könnten durch ständige Änderungen ihres Erbguts oder den Austausch ganzer Gene mit humanen Influenzaviren
die Fähigkeit erlangen, effektiver als bisher Menschen zu infizieren und vor allem effizient
von Mensch zu Mensch übertragen zu werden." So würde eine weltweite Influenzapandemie entstehen.
Falls es wirklich einmal zu einer solchen über Menschen ansteckbaren Pandemie kommen würde, kann man wie bei einer "normalen" Grippewelle Vorkehrungen
treffen, dass man nicht angesteckt wird. Z.B., wenn es soweit ist, zu Hause bleiben (Vorrat anlegen) oder
ev. einen Mund-Nasenschutz (hierzu gibt es aber keine gesicherten Daten der Verwendung ausserhalb der Intensivmedizin)
verwenden.
Die derzeitige "Vogelgrippe" unter Tieren ist aber für den Menschen
nicht wie ein Grippevirus ansteckbar,
sondern, wie oben erwähnt, nur in Sonderfällen - also keine Panik!
Selbst der Verzehr infizierter Vögel ist ungefährlich,
wenn der Virus beim Erhitzen von über 70 Grad abgetötet wurde.