Reformen und Erweiterungen

Funktionäre: Selbsterkenntnis ist gefragt!

Gleich vorweg: Ich nahm das Ehrenamt des Jugendreferenten an, um die Entwicklung der Kinder zu fördern. Angesichts des 8. Platzes bei der Bundesländer-Mannschaftsmeisterschaft höchst notwendig! Ich erhielt zu den Reformplänen einerseits Zustimmung, andererseits Ablehnung. Zu zweitem ist zu sagen: Konstruktive Kritik von kompetenden Betreuern, die gezeigt haben, dass sie Kinder gut fördern können, nehme ich gerne auf (da es aber auch hier unterschiedliche Meinungen geben kann, kann nicht alles umgesetzt werden, was sich jeder einzelne vorstellt).

Nicht fördern möchte ich Vorschläge/Beschwerden, welche die Weiterentwicklung der Kinder behindern, z.B. weil der jeweilige Verein seinen Kindern nicht so viel bieten möchte/kann, wie andere Vereine, und sich deshalb als benachteiligt fühlt oder aus anderen egoistischen Gründen. Es kann nicht Ziel sein, das Niveau nach unten zu vereinheitlichen!

Gedanken für künftige Verbesserungen

Geschlossene Jugendlandesmeisterschaft BU08-U12 2008

Die Änderung der Modalität hat sich als sehr positiv erwiesen. Die Kinder, welche die Herausforderungen annahmen und mehrere Qualifikationsturniere spielten, zeigen deutliche Verbesserungen. Die JLM hat auch einen entsprechend höheren Stellenwert.
  • Qualifikation: Besprochen mit Reinhold Achs: (Offenes) SchachTiger-Turnier künftig als weitere Qualifikationsmöglichkeit.
    Bezirksmeisterschaft als Qualifikationsmöglichkeit so abändern, dass der Niveauunterschied der dadurch eher schwächeren Qualifizierten gegenüber den anderen nicht zu groß wird.
    Oder diese Qualifikationsmöglichkeit durch ein offenes Turnier mit getrennten Kategorien ersetzen (Vorschlag von Reinhold Achs)
    Anregung von mir: ELO-gewertete Qualifikationsturniere mit mehr Runden und kürzerer Bedenkzeit ähnlich der Schach-Rally in Tirol. Auch Roland Heilinger gab kurz eine Anregung in Richtung Schach-Rally (genauere Äusserung fehlt noch).
  • Vor der LM: Bestätigung der Teilnahme der Qualifizierten bis ca 24 Tage vor Turnierbeginn (genauer letztmöglicher Termin wird bekanntgegeben)
    Zufällige Auslosung der Paarungen und Bekanntgabe an die teilnehmenden Vereine (und, sofern e-mail-Adressen an mich weitergegeben wurden, auch an die Eltern der Teilnehmer) per e-mail-Aussendung 3 Wochen vor der JLM.
  • LM: Anregung: Vom BSV bezahlte Übernächtigung für Spieler, die mehr als x km vom Turnierort entfernt wohnen. (siehe auch Förderung in NÖ)
    Anregung: Verhinderung von Remisangeboten (siehe Anregungen von Schneider-Zinner)

U16-U18

Die Trennung der Bewerbe von den Jüngeren samt Kategorienwahl hat sich
1. insofern bewährt, dass sich nun die talentiertesten Kinder, wie Valentina Bauer, sich für zwei ÖM-Bewerbe qualifizieren können, was dem Burgenland zugute kommt.
2. können die Jüngeren auch bei den Älteren reinschnuppern, was u.a. Jakob Sauer nutzte.
3. kann dadurch die JLM für die Jüngeren später abgehalten werden, wodurch die sich inzwischen verbessert habenden Kinder bessere Chancen haben und dadurch eher die besten Kinder zur ÖM fahren.
  • Bei der Frage, ob ein zusätzliches Semifinale abgehalten werden soll (wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich tatsächlich die besseren "Langzeitspieler" durchsetzen), und dafür ein zusätzlicher Anreisetag (wobei auch ein zusätzlicher freier Termin gefunden werden muss) in Kauf genommen wird (wodurch wahrscheinlich weniger Teilneher wären), sind die Meinungen zweigeteilt, bei den Rückmeldungen zum Fragebogen war eine knappe Mehrheit für eigene Semifinali, weshalb es zumindest 2008 so durchgeführt wird. Fällt jemand in seiner Alterskategorie unter die ELO-stärksten Österreicher, ist er unabhängig von dieser Qualifikation für die ÖM teilnahmeberechtigt.
  • Vorschlag von Hannes Huber: Ein Kurzzeit-Qualifikationsturnier für alle Kategorien zusammen. (Anm. - aus Termingründen wird dies wahrscheinlich heuer ohnehin so sein, wenn dies mit dem Rattersdorfer Weihnachtsturnier gekoppelt wird. Mal sehen, wie sich dies bewährt.)
  • Vorschlag von Horst Gmasz: Vorqualifizierte nach ELO-Punkten, da in diesen Altersgruppen diese schon ziemlich aussagekräftig sind und uns nicht ein Aussenseiter bei der ÖM vertreten soll, der nur einen guten Tag hat.
  • Vorschlag von Hansi Glavanich: nur je eine Semifinal- und Finalpartie (ähnlich anderen Sportarten), die Favoriten spielen mit den weissen Steinen.
  • Vorschlag von Hansi Glavanich: Einbeziehung bestehender Turniere für Qualifikation (geht diesmal mit Rattersdorf)
Prinzipiell stellt sich auch für die Zukunft die Frage, ob die älteren Jugendlichen "weniger spielen müssen", um sich einfach für die ÖM qualifizieren zu können (was eher die Favoriten wollen), oder ob bestehende und/oder weitere Turniere zur Qualifikation genutzt werden.

Neben dem derzeitig vorgesehenen Kurzzeit-Qualifikationsturnier bietet sich als Alternative für die Altersgruppen U16/U18 vor allem die Qualifikation über "Erwachsenenturniere" (möglichst mit langer Bedenkzeit) an, die auch für die starken Jugendlichen viel für den Spielstärkenzuwachs bringen können. Bei Wochenturnieren ist allerdings neben der Nenngeldfrage die mehrmalige Fahrt ein Hindernis, weshalb z.B. künftig das Oberwarter Open und zwei Turniere in den drei nördlichen Bezirken herangezogen werden könnten.

Eine weitere Alternative wäre die Erweiterung der Jugend-Qualifikationsturniere ("Jugendliga", Jugendturniere) um eine Art "Königsklasse" (U16/U18 und jüngere Toptalente), die extra (aber zu den gleichen Terminen am selben Ort) gespielt wird - auch da längere Bedenkzeiten nötig sind. Dafür könnte das Tiroler Modell näher betrachtet werden.

Turnierausrichter

Ich setze mich weiter für eine Vereinheitlichung der Aufgaben und der Zuschüsse für Ausrichter von BSV-Veranstaltungen ein. Vereine, welche die Arbeit auf sich nehmen und im Sinne der BSV-Förderung der Jugend mehr für die Kinder unternehmen wollen, sollen gefördert werden. Vor allem ELO-gewertete Spiele sind wichtig.

Förderung des Südens

Im Süden herrscht eine ganz andere Problematik als im Norden und daher ist eine andere Förderung erforderlich. Im Sünden fehlt es, bis auf ganz wenige lobenswerte Ausnahmen, an Basisarbeit, an Schach-Trainern, die in Schulen gehen.

Anregung: Der BSV sollte ensprechend Mittel bereit stellen, einen Trainer, der bereit ist, sich diese Zeit zu nehmen, in Schulen zu schicken.

Die Vereine müssten sodann die Kinder auffangen und am Wochenende zusätzliches Training bieten.

Ausserdem sollte der Bekanntheitsgrad von kindgerechter Schach-Software gesteigert werden, mit welcher Kinder gerne üben und auch einige Trainingsstunden ersetzt werden können. Meine Rezensionen von Schach-Software und -Büchern

PR-Arbeit

Die PR-Arbeit über die Jugend kann sicherlich verbessert werden.

Informationsweitergabe

Mich erreichten Beschwerden, dass Eltern von Kindern über dies und jenes nicht Bescheid wüssten und sie sich dadurch benachteiligt fühlen. Anscheinend haben in der Vergangenheit manche Jugendbetreuer/Obmänner die Informationen nicht oder nur sehr spät weitergegeben. Da gerade im Jugendbereich des BSV viel geschieht, sollen die Zuständigen der Vereine künftig entlastet werden.

Erste Abhilfe: Diese Seiten enthalten vielfältige und rasch erweiterbare Informationen aus erster Hand vom Jugendreferenten, wie es auf dem BSV-Server nicht/kaum möglich wäre.

Zweite Abhilfe: Ein eigener e-mail-Verteiler für Eltern und Betreuern von burgenländischen Kindern, die gerne Schach spielen wollen, wird eingerichtet. Schickt mir dazu eure e-mail-Adressen, bitte gleich mit den Daten des Kindes/der Kinder (Name, Verein oder vereinslos/Ort, Geburtsdatum), damit bei künftigen Turnieren nicht jedesmal extra nachgefragt werden muss. Auch eine Telefonnummer für eventuelle rasche Mitteilungen wäre sinnvoll.

Weitere Anregungen

... bitte an mich per mail oder Telefon.

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